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  • AutorenbildBenjamin Dombrowsky

Cloud: Die einzige Option für die Zukunft?

In den letzten Jahren hat sich "Cloud First" als prägende Strategie in vielen Unternehmen etabliert. Als jemand, der seinen ersten Computer bereits im Jahr 1994 erhalten hat und seitdem kontinuierlich mit der Entwicklung der IT-Technologie Schritt gehalten hat, möchte ich meine Erfahrungen und Perspektiven zu diesem Thema teilen.


Mein persönlicher Weg begann mit ersten Erfahrungen auf Windows-Installationen und Computerspielen. Im Laufe der Zeit vertiefte ich mich in Linux, baute Datenbanken auf, installierte Webserver und spielte mit PHP herum. Diese frühen Kenntnisse waren während meiner Ausbildung im Jahr 2007 von großem Wert. Ich gewann Erfahrung in der Einrichtung von Mailsystemen, der Administration von Linux-Systemen und der Erstellung erster Automatisierungen mit PHP, Bash und Python. Mit der Zeit erleichterten Technologien wie Docker und Ansible die manuelle Arbeit erheblich und ermöglichten es, Infrastrukturen mit enorm wenig Aufwand aufzubauen – ein Prozess, der zuvor Tage in Anspruch nahm.


Diese Entwicklung hin zu vereinfachten Prozessen und der Nutzung von vorgefertigten "Blueprints", etwa durch Docker, begrüße ich.


Heutzutage erwarten viele, dass Anwendungen sofort verfügbar sind und ohne Unterbrechungen funktionieren, hier trifft der Cloud-Ansatz einen Nerv. Doch es gibt wichtige Aspekte zu berücksichtigen, wie zum Beispiel Datensicherheit, Datenschutz, die Abhängigkeit zu Cloud-Providern und die laufenden Kosten.


Die Verlagerung aller Services zu einem Anbieter wie AWS verspricht zwar eine hochverfügbare, skalierbare und redundante Infrastruktur, aber zu welchem Preis? Die Kosten für den Betrieb in einer solchen Umgebung sind hoch, und die erforderlichen Fähigkeiten unterscheiden sich von bisherigen IT-Kenntnissen (Linux Admin wird zum AWS Admin).


Ich befürworte neue Technologien und deren Entwicklung, sehe aber auch Nachteile. Die Abhängigkeit von einem Anbieter wie Amazon und die damit verbundenen hohen Betriebskosten sind nicht zu unterschätzen. Es ist wichtig, sich dieser Umstände bewusst zu sein und die verschiedenen Szenarien sorgfältig zu kalkulieren.


Ist eine Infrastruktur erst einmal bei einem Cloud-Provider, wie z.B. der AWS, abgebildet, so wird diese nicht ohne weiteres zu einer Alternativlösung migriert werden. Die Konsequenz wird vermutlich sein, dass Preiserhöhungen einfach akzeptiert werden (müssen).


Als Alternative könnte es sinnvoll sein, mehr Eigenverantwortung im Betrieb von IT-Anwendungen und Diensten zu übernehmen. Dies bedeutet nicht unbedingt den Aufbau eines eigenen Rechenzentrums, sondern kann auch den Betrieb eines gemieteten Root-Servers mit Automatisierungen und vorgefertigten Lösungen umfassen.


Bei der Entscheidung für eine zukünftige IT-Strategie sollten laufende Kosten, Abhängigkeit von einem Cloud-Anbieter sowie Datenschutz und Sicherheit berücksichtigt werden. Ich setze auf Cloud-Lösungen, wenn diese den Anforderungen entsprechen und ich mir der Abhängigkeit und Kosten bewusst bin. In anderen Fällen bevorzuge ich jedoch den Betrieb in Eigenregie, der heute deutlich einfacher ist als in der Vergangenheit.


Also alles wie immer: it depends on ;-)

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